Es wurde noch kein Astralkörper auf dem Sofa geformt und kein Unternehmen allein auf dem Zettel geschaffen…

Es gibt da diesen dumpfen Gemütszustand, in dem man zwar körperlich anwesend ist, mit den Gedanken (und Gefühlen) jedoch ganz woanders. Matschig in der Birne, wie man so schön sagt. Diesen Zustand, nennen wir ihn mal dumpf, kennen Sie den? Manchmal fühlt sich der Kopf dabei an, als wäre er in Watte gehüllt. Als müsste sich jeder Gedanke mühsam durch einen Berg aus Wackelpudding kämpfen.

Meist “funktioniert” man auch auf dieser Sparflamme noch ganz gut. Und anderen muss die hohle Birne gar nicht mal besonders auffallen. Denn nach ein paar Jahren Lebenserfahrung hat man sein Verhalten ja bereits ausreichend trainiert und ist mühelos in der Lage, “das Flugzeug mit verbundenen Augen zu starten oder zu landen”. Quasi auf Autopilot zu fahren. Klingt das bekannt?

Bei mir stellt sich dieser Zustand gerne nach einer üppigen Kaffeerunde ein. Meist nachdem ich eine Kuchenportion verinnerlicht habe, die auch einen ganzen  Trupp ausgehungerter Straßenarbeiter satt gemacht hätte.

Im krassen Gegensatz dazu steht der wache, der agile Zustand.
Schauen Sie sich mal ein kleines Kind mit seiner Neugier, seiner Wachheit und der ganzen Energie an. Das ist wach, das ist agil! 

Mit ALLEN SINNEN im jetzigen Moment. 

Ohne Gedanken an das Vorvorgestern. Und ohne Sorgen, was morgen oder in drei Tagen sein mag. 
Ein Kind in diesem Zustand ist einfach nur da, ist im JETZT.
 
Nur im wachen, im agilen Zustand wird der Moment wahrlich gelebt. 
 
Und dies ist auch schon der Zauber, auf den ich Sie stossen möchte:
Unser ganzes Leben lang wird es immer nur einen einzigen Moment geben. Das JETZT. Einzig der aktuelle Augenblick kann aktiv gelebt und vor allem ERlebt werden. Alle Momente der Vergangenheit oder der Zukunft hingegen sind bloß farblose Abklatsche dessen, was der wahre Augenblick sein kann. Denn in ihnen gibt es keine echten Sinneswahrnehmungen. Lediglich das, was uns die Erinnerung bzw. unser Vorstellungsvermögen vorgaukeln.
– Und die Gefühle, in die es sich so wunderbar hereinsteigern lässt.
 
Mit diesem Gedanken im Hinterkopf:
Sehen Sie, wie wichtig es ist, im Jetzt zu leben?
WACH ZU SEIN?

 

Und nun zu Ihnen:
Was halten Sie davon, den kommenden Tag ganz bewusst anzugehen? Und sich in so vielen Momenten wie nur möglich zurück in den jetzigen Moment zu holen und ihn mit allen Sinnen und einem wachen, klaren Kopf zu erleben?
 
Ein Beispiel: Wann haben Sie zuletzt unter der Dusche gestanden und genau gespürt, wie das Wasser über Ihren Körper lief? Haben Sie jemals einen Bissen im Mund so lange zerkaut, bis Sie wirklich keine kleineren Brocken mehr fühlen konnten? 
 
Leider gestaltet sich das Umsetzen von tollen Plänen nicht immer so einfach, wie es auf dem Papier aussehen mag. Nicht nur ein träger (gelangweilter?) Kopf stellt auf Autopilot um. Auch die Ernährung kann einen erheblichen Einfluss darauf haben, dass der Denkapparat zwei Einheiten langsamer tickt als sonst. Möglicherweise kennen nur die norddeutschen Leser das Loch nach einer ordentlichen Portion Kohl & Pinkel. Aber da jede Region ihre deftigen Seiten hat, wird jedem das Fresskoma nach einer ausgiebiegen Lieblingsmahlzeit gut bekannt sein. 
Um im Jetzt immer öfter “wach” zu bleiben, gibt es viele Hilfsmittel, die ich in einem weiteren Artikel diskutieren werde. Der ist noch in Arbeit…
 
Ich hoffe, Ihnen hat dieser Beitrag gefallen! Und ich freue mich über Ihr Feedback!

 

Im übrigen gibt es ein tolles Buch von Eckhart Tolle zu diesem Thema (Titel “Jetzt”).
Lesen Sie hier über Eckhart Tolle:
https://de.wikipedia.org/wiki/Eckhart_Tolle